Dieses Mal ist Premiere: Philipp lässt mich (Katharina) als Gastautor in sein Tagebuch schreiben! Ob er sich das wohl gut überlegt hat? Na ja, wir werden ja sehen… ;-)
Genau um 12 Uhr am Freitag habe ich also meinen Methodenkurs verlassen (ich konnte mir glücklicherweise eine Beurlaubung besorgen), um noch schnell im Wohnheim vorbei zu schauen und meine Tasche zu holen, bevor ich mich auf den langen Weg nach Stockholm gemacht habe. Einmal Umsteigen in Hannover, drei Stunden Warten am Flughafen, zusätzlich ein um 45 Minuten verspäteter Flieger und ich war endlich in der Luft! Finde die Sicherheitsratschläge-Vorführung im Flieger übrigens sehr unterhaltsam, vor allem den Schwimmwesten-Teil… *grins* Am Flughafen in Stockholm habe ich dann den Ratschlag befolgt, einfach hinter der Masse von Menschen her zu laufen (man muss nur die richtigen Leute im Auge behalten, ist eigentlich ganz einfach ;-))! Auf diese Weise bin ich dann auch an meinen Koffer gekommen, der irgendwie ewig (zumindest kam es mir so vor) auf sich warten ließ! Danach dann im Stechschritt Richtung Ausgang, wo jemand ganz besonderes auf mich gewartet hat. Ich erspare euch die Einzelheiten vom Wiedersehen, nur soviel: Es war um Welten besser als der Abschied!!
Wir haben uns in den Bus Richtung Stockholm City gesetzt, nach einer Weile hatten wir dann dank Philipps Verhandlungsgeschick auch zwei Plätze nebeneinander ergattert. Vom Bahnhof ging es dann zur Jugendherberge, in der wir unsere Koje bezogen haben. Diese war ziemlich klein, aber gemütlich, obwohl ich mich bis heute frage, ob sie dort wohl jemals lüften können!? Es gab nämlich nur zwei kleine Bullaugen im Raum, die aber nicht zu öffnen waren… Na ja, für anderthalb Tage war es mehr als ausreichend!
Am Samstag war außer Dauerregen draußen nichts Spannendes zu sichten. Wir haben uns aber, tapfer wie wir waren, natürlich trotzdem auf den Weg ins Zentrum gemacht (ok, natürlich auch, um zu frühstücken *grins*). Wir sind also zum nächsten „7 eleven“, einer Art Kiosk-Kette, die täglich von 7-23 Uhr geöffnet hat, gelaufen und haben dort leckere Kanelbullar mit Kaffee gefrühstückt! Gestärkt ging’s dann wieder in den Regen. Wir sind durch die Stadt gelaufen, haben uns den Wachwechsel um 12 Uhr angeschaut, waren in einigen Einkaufspassagen (die hatten den Vorteil, dass sie beheizt und trocken waren ;-)) und haben schließlich noch eine Museums-Villa besucht, die sich in einem der fiesen weißen Flecken auf Stockholms Stadtplan versteckt hatte! Stimmt’s, Philipp? ;-)
Übrigens konnte
ich dieses Wochenende live miterleben, wie es in Stockholm um vier Uhr dunkel
wird! Wirklich erstaunlich! Es bringt irgendwie den kompletten Biorhythmus durcheinander!
Nachdem wir abends etwas gegessen hatten, haben wir noch für Philipp nach
Schuhen gesucht. Das war ein Fehler, weil wir tatsächlich welche gefunden
haben! Was sich als etwas kostspieliger erwies…
Anschließend waren wir in einem netten Café, das allerdings dummerweise,
wie das bei vielen Cafés in Schweden üblich ist, um sieben Uhr geschlossen
hat. Nachdem wir also heraus geworfen worden waren, sind wir noch durch die
Stadt gelaufen und Philipp hat einige schöne Nachtbilder
von Stockholm machen können (-> Galerie
gucken! :-) ).
Am Sonntagmorgen war es dann schon wieder Zeit, das Zimmer zu räumen. Leider.
:-( Wir haben also unsere Sachen gepackt und sind samt Koffern noch einmal zum
„7 eleven“ gelaufen, wo Kaffee und Kanelbullar mir allerdings längst
nicht so gut geschmeckt haben wie am Tag davor. Viel Zeit in der Stadt blieb
uns dann auch nicht mehr, da wir mittags schon wieder zum Flughafen fahren mussten.
Tja, den Abschied erspar ich euch dann mal genauso wie das Wiedersehen. Kann
Abschieden irgendwie nichts, aber auch gar nichts, abgewinnen… *hmpf*
Danach ist eigentlich nichts spannendes mehr passiert: Mein Flieger hatte wieder um eine Viertelstunde Verspätung, trotzdem habe ich meine Anschlusszüge bekommen und war so zum Glück bereits um 20 Uhr wieder in Göttingen. Wäre zwar lieber irgendwo wesentlich weiter nördlich gewesen, aber immerhin…
Resümee: Stockholm ist eine schöne Stadt. Um das allerdings endgültig bestätigen zu können, muss ich glaube ich unbedingt noch mal für länger dorthin fahren, wenn es nicht regnet! Natürlich nur mit der passenden Begleitung! ;-)