(06/08/06) - Anreise

Da hätte ich gedacht, dass es nicht viel zur Anreise zu erzählen gibt, dabei ist doch schon einiges angefallen, was man erzählen kann:

Erst einmal war ich am Flughafen sehr überrascht von HLX. Nicht wie gewohnt, bekommt man einen festen Sitzplatz, sondern es gilt die Devise... "Wer zuerst kommt, malt zuerst.". Gut, dass ich schon als 007. eingecheckt hatte und so zu den ersten gehörte, die in das Flugzeug durften. Leider war ich nicht schnell genug und es blieb mir nur ein Platz in Reihe 7. Was so schlecht an Reihe 7 ist? Die Boeing 737/500 hatte in dieser Reihe leider keine Fenster. Das erleichterte für mich die Wahl, wo ich sitzen will. Hab mich spontan an den Gang gesetzt. Was ein Fehler war, wie sich herausstellte, da bei diesem Sitz die Rückenlehne ein Eigenleben entwickelte und ich beim Start spontan in die Liegeposition befördert wurde. Bei der Landung gilt ähnliches, nur, dass ich da schon in der Liegeposition war. Der Flug ging übrigens um 15:15, planmäßig war allerdings 14:30 Uhr angesetzt. Zu diesem Zeitpunkt war die Maschine jedoch noch nicht gelandet und musste anschließend noch ent- und beladen sowie gereinigt werden.

Der Flug wurde übrigens, so glaube ich, von T-Com gesponsert wurde. Warum sonst war das Flugzeug sonst so überflutet von Magenta-farbender Werbung. Übrigens kostet der obligatorische Tomatensaft, genauso wie ein 0,2l Kaffee oder ein 0,2l Softdrink 2,50€. (Keine Angst, habe keinen Tomatensaft genommen und Kaffee mag ich ja eh nicht gerne.) Ein echtes Schnäppchen ist da schon das Sparmenü bestehend aus Heißgetränk und Muffin oder einem Stück Marmorkuchen für 4€. Anscheinend soll man sich im Flugzeug schon an die schwedischen Preise gewöhnen.

So, da habe ich doch geschickt eine Umleitung nach Schweden hinbekommen. Mein erster Eindruck von Schweden war, dass es hier sehr viel Wald gibt und Seen. Meine Vorurteile wurden somit durch das kleine Flugzeugfenster in der Reihe vor mir, durch das ich einen Blick nach draußen werfen konnte, bestätigt. Mein erster Eindruck vom Flughafen Stockholm war grundlegend falsch. Dachte der hätte nur zwei Gepäckbänder *peinlich*. Dabei zieht der sich ganz schön über mehr als 6 Terminals. Habe mir auch alle ganz genau angeguckt. Durfte nämlich einmal quer durch den ganzen Flughafen, bis ich endlich am Zug angekommen bin. Der fuhr so tief unter der Erde ab, dass es da dementsprechend kalt war und ich meine zuvor mühselig verstaute Winterjacke wieder aus dem Koffer friemeln durfte. Im Zug war es übrigens ähnlich kalt. Hatte die Jacke da erst aus und dann doch später wieder an.

Was mir da gerade einfällt. Die Flasche Bacardi, die ich extra noch im Duty Free eingekauft hatte, habe ich spontan während meines Weges zum Zug vernichtet. Das bedeutet: Sie ist mir leider aus dem Koffertrolly gefallen. So hatte ich leider kein Geschenk für Timo, bei dem ich bis zum Sprachkurs unterkomme.

Timo hat mich auch am Bahnhof in Sundsvall abgeholt. Er hätte mich und ich ihn beinahe nicht erkannt. Aber ist ja noch mal gut gegangen. Und so war ich etwa um 22:10 endlich in Nacksta (das ist da, wo das Wohnheim ist) angekommen. Timo hat sogar noch Nudeln gekocht. Bei ihm muss ich mich schon jetzt für die Gastfreundschaft bedanken.

Aber auch die Schweden sind sehr freundlich. So bin ich beim Warten vor einer Toilette am Flughafen schon mit einem Schweden ins Gespräch gekommen und auch im Zug hat einer ganz engagiert versucht, mir beim Einrichten des Wlans (ja in schwedischen Zügen gibt es Internet, zumindest theoretisch...) zu helfen. Leider funktionierte das Internet zu diesem Zeitpunkt nicht. Und ich habe mich entschieden die Landschaft zu genießen. Surfen wäre wahrscheinlich ebenso wie lesen nicht so gut gewesen, da ich rückwärts fahren musste, was ich ja so gar nicht mag. Außerdem werde ich wohl nächstes Mal 2. Klasse fahren. Die Sitze in der ersten Klasse sind mir irgendwie zu breit.

Tja, das war es glaub ich, was ich zum ersten Tag schreiben wollte. Ist etwas chaotisch und wild und bestimmt habe ich auch noch was vergessen, aber ich hoffe ihr könnt auch so einen ersten Eindruck von meiner Anreise bekommen.

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